Der Obsthof Mahler in Hechthausen – Kleinwörden wurde im Jahr 1965 vom Seniorchef  Reinhard Mahler gegründet.

 

Die Familie Mahler ist seit Generationen in Kleinwörden heimisch und kennt und liebt die hier herrschenden Bedingungen am wunderschönen Oste-Bogen.

 

Reinhard Mahler wurde 1939 als zweiter Sohn eines Landwirts geboren. Bereits als Jugendlicher hatte der Kleinwördener den Wunsch, sich in seiner Heimat eine eigene Existenz aufzubauen – die Liebe zur Natur half im bei der Berufswahl.

Nach zwei abgeschlossenen Lehren  ( Landwirtschaft und Gartenbau ) merkte Reinhard Mahler, dass ihm die Neigung zur Pflanze eher lag, als die zum Tier.

 

Mit 12 Hektar und einem alten Massey Ferguson Trecker (Baujahr 1958 für damals 7.000 DM)  wurde der Grundstein des Obsthof Mahler in Kleinwörden gelegt. Die ersten Jahre Lag das Augenmerk in der intensiven Nutzung der gegebenen Fläche – so wurde zwischen den Apfelbaumreihen auch Erdbeeren angepflanzt, um eine Sortimentsausweitung und Risikostreuung zu erreichen. 

 

Die erste Halle wurde ebenfalls 1965 gebaut. Die Zuwegung von der Kreisstraße zum Obsthof wurde als Plattenweg gefestigt.  

Nach und nach erweiterte sich der Obsthof und auch die Baumarten änderten sich.

In den ersten Jahrzehnten waren Hochstämmige Bäume am ertragreichsten. Hier wurde dann die Ernte per Leiter in eine sogenannte Pflückerschürze gepflückt. Nach und nach änderte sich das Bild bzw. der Wuchs der Bäume. Neue „Unterlagen“ (so wird die Veredelungsunterlage genannt, die die Höhe und Wuchs des Baumes vorgibt) bestimmten die nicht mehr so sehr ausgeprägten Obstbäume und man konnte von den hohen Leitern weg – hin zu dem vom Boden möglichen ernten.  

Die Sortenvielfalt ist enorm. Es gibt weit über 1.000 kultivierte Apfelsorten. Obsthof Mahler hat die wichtigsten im Sortiment – nimmt hier aber immer Rücksicht auf die gegebenen Boden- und Witterungsbedingungen. Nicht jeder Apfel wächst in jeder Region gleich gut und kann das für ihn typische Aroma entwickeln.

Wichtig sind Reinhard und Dieter Mahler eine gute Auswahl für den Handel. Zahlreiche Birnensorten gehören ebenso zum Repertoire wie Apfel- und Pflaumensorten.

Im Jahr 1975 wurde die erste Frostberegnung der Region im Obsthof Mahler in Betrieb

genommen. Damals wurde Reinhard Mahler dafür von seinen Kollegen noch belächelt –

heutzutage kann sich kein Obstbauer mehr einen Betrieb ohne Frostberegnung vorstellen.

Durch die freigesetzte Erstarrungswärme werden die erblühten Knospen geschützt. Durch die andauernde Bewässerung während der gesamten Frostnacht gefriert das Wasser auf der erblühten Knospe, im Inneren wird eine konstante Temperatur von etwa Null grad gehalten.

Obstbauern können damit Frostschäden vermeiden bzw. reduzieren. Dieses Verfahren wirkt aber nur bei Temperaturen von bis zu minus 10 ° Grad.

Die meisten Obstbauern besitzen inzwischen eine Frostschutzberegnung. Temperaturfühler im Obsthof warnen die Besitzer mitten in der Nacht, häufig auch erst in den frühen Morgenstunden vor dem gefährlichen Frost. Dann ist Eile geboten. Innerhalb kürzester Zeit müssen die  Maschinen für die Beregnung angestellt sein, um einen Frostschaden zu verhindern.

Die Lagerungsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter entwickelt. Wurde in den ersten Jahren noch in einfacher Kühlung gelagert, gibt es heute CO² Speziallager, ULO und CA Lager. Auch hier ist der Obsthof Mahler immer auf den neusten Stand der Technik und kann an 365 Tagen im Jahr „knackige  Äpfel – wie frisch vom Baum“ anbieten. In normalen Jahren kann die komplette Ernte in den eigenen Kühlmöglichkeiten gelagert werden und jederzeit frisch für den Wochenmarkt oder den Handel sortiert werden.

Kurzfristige Anfragen vom Handel können meist direkt vor Ort in Kleinwörden sortiert und gepackt werden. Lademöglichkeiten für die LKWs sind ebenfalls gegeben.

 

In der Herbst helfen zahlreiche Erntehelfer die Ernte schnell und sicher zu pflücken. Hier wird auf etwa 30 bis 40 Saisonarbeiter zurückgegriffen. Die meisten von Ihnen kommen schon seit Jahren, sogar seit Jahrzehnten immer wieder und fühlen sich beim Familienbetrieb Mahler wohl.

Man kann sagen – ein Obsthof mit Herz und Seele.